Schwarzbarsch-Tour 2022 – Italien

Vorgeschichte

Schon in 2021 hat mich Henning gefragt, was eigentlich mein „Angeltraum Nr. 1“ ist und auf welche Fischart ich gern mal angeln würde. Für mich war die Antwort ziemlich eindeutig und kam recht schnell: „Ich möchte unbedingt mal auf Bass (Forellen-/Schwarzbarsch) angeln.“ Hennings Frage hatte natürlich auch einen Hintergrund, denn er hatte die Möglichkeit über eine Art “Resort-Kette” an sehr gute Unterkünfte in ganz Europa zu kommen. Das Gute an der Sache bzw. für unseren Geldbeutel war, dass Henning extrem gute Konditionen klarmachen konnte. Da Henning die Fischart Schwarzbarsch bisher auch noch nicht gefangen hatte und ihn die Angelei gleichermaßen neugierig macht, wie sie mich fasziniert, war der Entschluss schnell gefasst… wir machen das! Jetzt ging die Planerei los.

Damit wir unseren Urlaub geregelt bekamen und wir genug Zeit zum Planen hatten, hatten wir uns auf einen Termin im September 2022 geeinigt. Henning und ich haben uns überlegt, dass wir gern im Trio fahren wollten, also haben wir Kevin mit ins Boot geholt und ihm von unserem Vorhaben erzählt – ohne lange Umschweife: Kevin hatte auch richtig Bock drauf und er konnte seinen Urlaub ebenfalls dingfest machen…doch wohin wollten wir eigentlich fahren? Und wollen wir fahren oder irgendwohin fliegen? Das waren natürlich Fragen, die wir uns gestellt haben. Die Antworten darauf konnten wir allerdings schnell und einvernehmlich klären. Wir hatten sowas von Bock auf einen “kleinen Roadtrip” und die Landschaft sollte auch geil sein. Dann war uns schnell klar, dass wir nach Italien müssen. Geniale Kulisse…Palmen, schneebedeckte Berggipfel, glockenklares Wasser – oh ja!

Im nächsten Schritt kam die Internetrecherche, angefangen mit den Standorten der Resorts und nahegelegenen Angelmöglichkeiten auf Schwarzbarsch ohne zu weite tägliche Anfahrtswege zu haben. Allerdings waren uns nicht nur die täglichen Anfahrtswege an die Seen wichtig, sondern auch die Anfahrt als solche nach Italien, daher hatten wir uns für Norditalien entschieden. Im Internet findet man bei weitem nicht so viel, wie man denkt über die Angelmöglichkeiten in Bella Italien, zumindest nichts was so aktuell ist, dass wir es hätten ummünzen können.

Da ich wusste dass mein Lurenatic-Teamkollege Alexander Kling schon das ein oder andere Mal in Italien war, habe ich ihn nach möglichen Infos gefragt und hatte Glück… es hat mehr als gepasst, denn er war schon mehrfach in Norditalien zum Bass-Angeln. Er hat uns den Lago di Mergozzo (ca. 184 ha groß) empfohlen… das passte sehr gut, denn der Lago di Maggiore (der flächenmäßig zweitgrößte See Italiens) war direkt in der Nähe und dort gab es eine absolut geniale Unterkunft. Alexander sagte mir aber gleich, dass ein Boot zum Befischen des Sees unerlässlich ist. Die Erlaubniskarten gab es direkt am See in einem Hotel zu kaufen und es gibt einen Guide am See. Sauber!

Also kam für uns noch ein bisschen mehr Abenteuer dazu… wir beschlossen, dass wir eine Belly Boot Tour machen wollten – die wichtigsten Eckpunkte hatten wir also festgezurrt. Noch einige ergänzende Infos von ein paar Buddies aus dem Barsch-Alarm-Forum geholt und wir wurden langsam “sicherer” in unserer Planung. Wir hatten zumindest die Hoffnung, dass wir nicht 7 Tage lang Schneider bleiben würden.

Anreise:

Am Freitagabend hatten wir uns getroffen um das Auto zu beladen und somit ggf. noch etwas Zeit zu haben bei Platzmangel umzupacken oder auszusortieren (ihr kennt das ja bestimmt… Angler haben grundsätzlich zu viel Zeug dabei). Hennings Auto erwies sich allerdings als wahres Platzwunder und zusammen mit der Dachbox hatten wir genug Stauraum um massenhaft Tackle und drei Bellyboote mitzunehmen.

So sah das Auto aus, BEVOR wir den Kram von Kevin eingeladen hatten 😉
Und so sah es aus als alles drin war…

Mitten in der Nacht zum Samstag wollten wir um 03:00 Uhr los – war schon echt früh 😉 Henning holte erst mich ab und anschließend Kevin… die wilde Fahrt der drei positiv Bekloppten ging los…

Pixelpracht

Da es logischerweise dunkel war haben und wie man zuvor gesehen hat die Qualität der Selfies zu wünschen übrig lies, haben wir auf weitere Fotos verzichtet, bis es etwas heller wurde. Spaß hatten wir mehr als genug und die ersten Playlists von DJ Kevin wurden auf der Fahrt gefeiert. Eine kleine Herausforderung war es die richtige Tankstelle vor der Einreise in die Schweiz zu erwischen um noch eine Vignette zu erwerben. Das hat uns ein paar Autobahnabfahrten gekostet, aber wir waren selbsterklärenderweise völlig “gechillt”, wie man neudeutsch so schön sagt. Als wir dann in den frühen Morgenstunden die Schweiz durchquerten, konnten wir einige coole (Landschafts-) Aufnahmen machen, auch wenn das Wetter nicht so einladend war.

Panorama-Blick bei der Pause in der Schweiz

Da wir Drei ohne Navi natürlich völlig verloren sind, hatten wir die vermeintlich schnellste Route laut Navi ausgewählt und fanden uns dann in der Schweiz hier wieder:

Nicht ganz günstig, aber absolut cool mal mit dem Autozug durch Berge und über Täler zu fahren. Wenn die Wartezeit nicht gewesen wäre, wäre es sicherlich die schnellste Route gewesen 🙂 Die Überfahrt mit dem Autozug hat nur rund 15 Minuten gedauert…genug Zeit für ein bissl Powernapping von Henning

Das Bremslicht des Vordermanns zeigt den Henning im liebevollen ROT 😉

Wir drei waren echt begeistert von der Landschaft und Bergstraßen. Das Panorama wurde von Kilometer zu Kilometer atemberaubender. Schade, dass das Wetter nicht gepasst hat um bessere Fotos zu machen.

Nun kam die Einfahrt nach Bella Italia …. noch ca. 75 km bis an unsere Unterkunft und wir hatten es geschafft. 15:00 Uhr und wir sind direkt zum Hotel am Lago di Mergozzo gefahren um als erstes die Angelerlaubnisse zu kaufen bevor wir in unsere Unterkunft fuhren. 12 Stunden Fahrzeit (natürlich mit ein paar Pausen). Jetzt aber “hopp, hopp”, denn wir musste schließlich noch einchecken, alles ausladen und anschließend noch einkaufen fahren, sonst hätten wir am Sonntag und Montag nichts zu essen und zu trinken.

Am Lago di maggiore lag unsere Unterkunft

Unsere “Bude” und der dazugehörige Balkon mit Ausblick konnte sich echt sehen lassen:

Unseren Kühlschrank hatten wir mit den wichtigsten Dingen gefüllt und nun konnten wir den Abend damit verbringen unser Angelgerät zusammenzubauen. Bei dem einem oder anderem Kaltgetränk wuchs die Vorfreude auf den hoffentlich ersten Bass für uns am Folgetag.

Im nächsten Teil werde ich über unseren ersten Angeltag am Lago di Mergozzo berichten. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das Gewässer:

Liebe Grüße

Euer Alex

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